Rezensionen:

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Rezension: Living Mexiko City- Marcela Aguilar y Maya& Allan Fis

Die einzige Wohnung in Mexiko-City, die ich bisher von innen sah, war jene des Nobelpreisträgers für Literatur Oktavio Paz Lozano. Das war Anfang 1980 während einer Studienreise. Wir, zehn Studenten und unser Professor, waren von ihm eingeladen, gingen durch sein sehr edel eingerichtetes Wohnzimmer auf den Dachgarten, wo sich ein Glaspavillion befand. In diesem konnte man seine umfangreiche Bibliothek bestaunen, die zugleich sein Arbeits- und Empfangszimmer war. "Living Mexico City" verbinde ich seither mit diesen Eindrücken.

Nun hat der teNeues Verlag einen Bildband auf den Weg gebracht, der dem Betrachter zahlreiche Top-Wohnungen in Mexico-City zeigt. Dabei wurden die Fotos von Allan Fis realisiert. Die erläuternden Texte in englischer, spanischer und deutscher Sprache stammen von Marcela Aguilar y Maya. Diese schreibt in ihrer Einleitung, dass die Besitzer der Wohnungen ihre Freunde seien, die sich bereit erklärt haben,  die Leser und Betrachter an ihrer persönlichen Kunst des Lebens teil zu haben. Aguilar y Maya nennt diese Freunde „die kreative Klasse unserer Stadt“.

Bevor die jeweiligen Wohnräume fotografisch präsentiert werden, wird man jeweils informiert, wer Besitzer der Wohnung ist und worum es den Bewohnern geht bei ihren stilistischen Vorlieben.

Lifestyle-Bücher wie diese schenken den Betrachtern Inspiration und machen darauf aufmerksam, was kultiviertes Wohnen bedeutet. In Mexico City bedeutet es in erster Linie mit Büchern, Bildern und Musik in schönen Farben und Formen und zumeist mit Pflanzen zu leben. Das machen mir die Wohnungen vertraut und sympathisch.

Natürlich schauen die Wohnräume der vorgestellten Architekten klarer, lichter, vielleicht auch nüchterner aus als beispielsweise jene des Antiquitätenhändlers Rodrigo Rivero Lake, in der man sich zurückversetzt fühlt ins koloniale Mexiko, einhergehend mit typischer sakraler Kunst. Ganz anders dann die Räume von Sandra Pani & Mario Lavista, einem klassischen Komponisten, die durch Bücher, Pflanzen, Fotos von Musikern besticht.

Jede der Wohnungen, dass wird beim Studieren des Buches immer klarer, ist ein Ausdruck des Innenlebens der Bewohner. Eine meiner Lieblingswohnungen im Buch ist die von Ana María & Diego Villasenor. Der Architekt und Naturliebhaber Villasenor hat einen Geheimgarten in Mexiko City kreiert, der wohl seines gleichen sucht. Sein Büro befindet sich über einem Labyrinth von Pflanzen, wobei die moderne Architektur der traditionellen mexikanischen Architektur ähnelt. 

Ein Geheimtipp für Liebhaber interessanter Inneneinrichtungsbücher. 

Sehr empfehlenswert.

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Rezension:Französischer Landhausstil (Broschiert)

"Toiles de Jouy gehören zum französischen Interieur wie Croissants zum französischen Frühstück." (Clifton-Mogg)


Die Autorin Caroline Clifton-Mogg hat gemeinsam mit dem Fotografen Christopher Drake dieses sehr schöne Lifestyle-Buch auf den Weg gebracht, das Menschen, die französisches Landhausambiente zu schätzen wissen, mit viel Freude studieren werden, nicht zuletzt, um sich Inspirationen für die eigene Wohnung zu besorgen.


Das reich bebilderte Buch ist in zwei Abschnitte untergliedert. Im ersten geht es um die Elemente als da sind: Farben, Materialien, Möbel, Textilien und Accessoires. Zu den Farben dieses Stils gehören Blau, Grau, Grün und Rosa. Diese Farben sind besonders fein gemischt. Dabei sollte man wissen, dass das natürliche Licht einer Gegend einen großen Einfluss auf die Wahrnehmung des Farbdekors hat. Man liest über allerlei unterschiedliche französische Farbtöne, auch über Nuancen in Weiß und erfährt, dass diese nicht selten eine pastöse, gekörnte Textur wie Kreide haben. Im Norden Frankreichs sind blasse, wässerige Töne verbreitet, im Süden stattdessen werden die starken Kontraste der Landschaft aufgegriffen. Das Spektrum der Töne wird in Bilder visualisiert. Hier kann man sich vor Augen führen, wie bestimmte Farben miteinander korrespondieren.

Über Materialien wie Holz, auch Stein, Terracotta und Metall wird man aufgeklärt und kann sich einen Eindruck von französischen Landhausmöbeln verschaffen, wird auch bestens über das Design diverser Möbelstücke in bestimmten Epochen aufgeklärt, so etwa die Stühle, der Fauteuil oder auch das französische Bett. Im 17 Jahrhundert erfanden die Franzosen den Sessel, was ich bislang nicht wusste, über den man übrigens im Buch Wissenswertes erfährt.

Ausgiebig unterrichtet wird man über den verschwenderischen Einsatz von Textilien und über Accessoires, sprich das dekorative Zubehör, das erst einem Haus Individualität und Charakter schenkt. Spiegel finden sich in großer Zahl in allen Zimmern und bringen das Licht von außen in die Räume. Diese Räume lernt man dann im zweiten Teil näher kennen und zwar: Küche& Essbereich, dem Wohnzimmer, Schlafzimmer, Badezimmer, den Dielen& Treppenhäuser und den Außenbereichen.

Im Wohnzimmer ist das eigentliche Kultmöbel der "armoire" , ein hoher Holzschrank mit massiven oder sichtbaren Einlegenböden. Begeistert hat mich ein solcher Schrank im leichten Blauton. Die Wohnmöbel sind stets sorgfältig ausgewählt, dazu gehören auch Antiquitäten. Traumhafte Betten, mit vielen Kissen in schönen Farben begeistern den Betrachter, der sich im Text ausgiebig über französische Schlafzimmertextilien informieren kann. Ich möchte nicht zu viel verraten, bin aber restlos begeistert, auch von Bücherregalen im Treppenhaus. Sehr inspirierend.

Besonders empfehlenswert.

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Rezension:Aus Liebe zum Meer: Wohnparadiese am Wasser (Gebundene Ausgabe)

Sally Hayden, eine erfahrene Lifestyle-Stylistin aus Australien, die in London lebt, stellt gemeinsam mit dem Interieur-Fotografen Earl Carter in diesem reich bebilderte Buch Wohnparadiese am Wasser vor.

Im ersten Teil des Buches thematisiert sie Grundlagen zu solchen Projekten. Dabei ist es wichtig, dass man sich zunächst bewusst machen sollte, dass ein Haus am Wasser sich stets harmonisch in die unmittelbare Umgebung und die gesamte Landschaft einpassen sollte. Da ein Haus am Wasser der Entspannung dienen soll, gilt es darauf zu achten, dass einige Kriterien erfüllt werden. Auf diese wird im Buch näher eingegangen.

Zur Sprache gebracht wird der Grundriss, auch das Spiel mit Licht und Schatten, über Veranden erfährt man Wissenswertes und kann sich anhand von Bildern einen guten Eindruck verschaffen. Unterschiedliche Terrassen werden gezeigt und Fenster in allen Formen, Größen und Stilrichtungen, die Ausblick aufs Wasser bieten. Zudem erfährt man Wissenswertes zu Holz, Stein, Beton und Fließen, sprich zu den Materialien für Wände, Fußböden, Arbeitsflächen und Kaminumrandungen.

Glas und Metall wird Beachtung geschenkt und den Textilien für einen maritimen Wohnstil. Baumwolle und Leinen auf Flechtmöbeln sehen wirklich wunderschön aus und dezente Farbtöne, die das Meer spiegeln, begeistern alle die Sinn für Ästhetik haben.

Man liest über Tagesbetten, Sofas und Sessel in einem solchen Haus, auch über Möbel im Außenbereich und erhält im zweiten Teil des Buches die Chance. unterschiedliche Häuser am Meer kennen zu lernen. Das Innenleben dieser Domizile wird sehr gut präsentiert, so dass sich all jene, die sich Inspiration holen möchten, bestens bedient werden.

Zum Schluss werden Firmen und Bezugsadressen genannt, sodass zur Tat geschritten werden kann. Ein Sommerhaus an der See… ein Traum, der, sofern er optilmal wahr werden soll, sehr vieler Vorüberlegungen bedarf. Das Buch hilft dabei bestens.

 Empfehlenswert.

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Rezension: Die Welt von Ladurée Paris (Gebundene Ausgabe)

Dieses zauberhafte und dabei sehr informative, reich bebilderte Buch offenbart dem Leser die Welt der 1862 gegründeten Feinbäckerei Ladurée, die ihren Besuchern augenscheinlich mehr zu bieten hat als die weltberühmten Macarons, über die ich mich vor noch nicht all zu langer Zeit im Rahmen einer Rezension geäußert habe.

Öffnet man das Buch, das man mit einer Seidenschleife zubinden kann, so findet man im vorderen Buchdeckel eine aufklappbare Bühnenkulisse, die einen Eindruck von der Welt vermittelt, die dem Leser dann im Buch entgegengebracht wird.

Man lernt die Dekorationskunst des Hauses Ladurée kennen, die sich einst in drei wegweisenden Niederlassungen entwickelt hat und nun die Ladurée-Läden weltweit beeinflusst. Inspiriert ist alles von den Gestaltungsideen Madame Pompadours, Kaiserin Eugénies und von Madeleine Castaing.

 Zunächst erhält man Einblicke in die Gemächer der Madame de Pompadour und erfährt Wissenswertes über die dortige Innenarchitektur, aber auch wer diese Dame war und welche breitgefächerten, kulturellen und intellektuellen Interessen sie hatte. Voltaire sagte nicht grundlos über sie: "Im Grunde ihres Herzens war sie eine von uns, sie förderte die Literatur sosehr sie konnte."(Zitat: S. 26).Man lernt des Weiteren die Prachtentfaltung im 19 Jahrhundert der Kaiserin Eugénie kennen,die zu ihrem persönlichen Gebrauch nicht nur die schönsten Louis-seize-Möbel aus dem Garde-Meuble und sogar aus dem Louvre holte, sondern sich auch welche aus ihrer Privatschatulle kaufte, (vgl.: 113). Auch über Madleine Castings wird man bestens informiert, um sich dann ausgiebig mit zahlreichen Textportraits berühmter Manufakturen näher befassen zu können.

 In meinen Augen sind hier die vielen Sachinformationen wirklich hervorragend dargeboten, so etwa über die Manufaktur Zuber, die 1797 gegründet wurde. Von dort kommen die schönsten Tapeten der Welt, auch Bordüren, Vorhangstoffe, Lederdrucke, Wandfarben, Bodenbeläge etc.. Vorgestellt auch wird die Porzellan-Manufaktur Sèvre, die einst von Madame de Pompadour gegründet wurde und die berühmte lothringische Kristallmanufaktur Baccarat, die nicht nur Gläser, Vasen und Lüster kreiert, sondern übrigens auch Flakons für edle Düfte.

Tafelsilber von Christofle ist ein weiteres Thema und Porzellan aus Limoge. Es werden neben den Textinfos immer auch viele Bilder gezeigt, um einen visuellen Eindruck von all den schönen, edlen Dingen zu erhalten, beispielsweise von Kristallgläser von Saint-Louis oder auch von Wedgwood-Porzellan. Alles atemberaubend schön und sehr inspirierend.

Ein gelungenes Buch für alle, die sich an handwerklicher Höchstleistung erfreuen können.

Die Einblicke in den Salon Champs- Elysée in Paris, die man in diesem Buch erhält, machen mich extrem neugierig. Das muss man einfach gesehen haben. Deshalb auch steht es ganz oben auf meiner Besichtigungsliste beim nächsten Paris-Besuch.

Sehr empfehlenswert. 

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Rezension: Lust auf Weiß

Kathleen Hacket inszeniert in diesem reich bebilderten Büchlein Wohnräume in sanften Weiß-Tönen. Solche Räume finde ich sehr elegant, allerdings machen sie eine Haushälterin notwendig, die dauernd im Einsatz ist. Wer diese nicht hat, muss sich darauf einstellen, Sklave seiner eigenen vier Wände zu sein.  Ideal für alle, die gerne putzen. Hier können sie sich richtig ausleben.

Das Buch beurteile ich nicht nach dem unerquicklichen Gesichtspunkt, wie man all die weiße Pracht sauber hält, sondern aufgrund seiner präsentierten Gestaltungsideen.

Naturmaterialien ergänzen einen weißen Raum tatsächlich perfekt. So bringt ein hölzerner Dielenboden weiße Wände und Möbel erst richtig zur Geltung.

Schön  sind die weißen Bodenkissen und die mit weißen Hussen überzogenen Stühle. Ein weißes Bad und ein ebensolches Bett mit entsprechendem Bettzeug suggeriert absolute Sauberkeit.

Edel auch ist Weiß in Verbindung mit Gold- und Brauntönen, wie die Beispiele zeigen. Erläutert wird sehr gut, welche Farben man weiß gestalteten Wohnungen hinzufügen kann, um unerwartete Effekte zu erzielen. Am interessantesten finde ich hier taubenblaue Momente. Schwarz- Weiß ist meines Erachtens Zebras und dem Denken bestimmter Menschen vorbehalten.  Doch jeder wie er mag. Noch immer gilt, über Geschmack lässt sich nicht streiten.

 Empfehlenswert.

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Rezension: KüchenKult

Dieses reich bebilderte Büchlein inspiriert dazu, die eigene Küche umzugestalten, oder diese eventuell völlig neu einzurichten. Dabei werden zuallererst der Aufbau und die Anordnung zur Sprache gebracht. Erst wenn alles gut platziert ist, erhält man ein wirklich zufriedenstellendes Ergebnis, ganz unabhängig von der Größe des Raumes.

Thematisiert werden Vorgehensweisen, offen oder kompakt, Küchenzeilen, Kochinseln, Klassiker und das bewährte Modell. Wie man individuelle Akzente setzt und Licht in den Raum bringt, bleibt nicht ausgespart und es werden auch Stilfragen erörtert. Hierbei geht es um Materialien, die Schränke, den Fußboden, die Fenster, die Lichtquellen etc.

Man lernt mit Farben bei der Gestaltung geschmackvoll umzugehen, wird über sinnvolle Sitzplätze gut informiert und erfährt wie man die Küche zum Anziehungsort für Gäste machen kann, indem man sie bei aller Funktionalität zudem geschmackvoll kreiert. Das geschieht, indem man ihr einen persönlichen Charakter einen persönlichen Charakter verleiht durch Sammlerstücke, die man dezent in Szene setzt.

Wozu eine Küche da ist, sollte bei allem nicht vergessen werden. Fest steht nicht nur zum Wasser heiß machen.:-))

Empfehlenswert.

Rezensionen:Mit Blumen wohnen: Deko-Ideen für jeden Raum (Gebundene Ausgabe)

Die renommierte britische Floristin Jane Packer hat gemeinsam mit der Fotografin Catherine Gratwicke dieses Buch mit vielen inspirierenden Bildern auf den Weg gebracht.

Die Grundidee besteht darin, jeden Winkel des Hauses mittels Blumen zu beleben. Um diesem Ziel näher zu kommen, erläutert Packer zunächst, worauf man beim Einkaufen, Pflegen und Auffrischen achten soll. So erfährt man, dass durch Blumenfrischhaltemittel aufgrund der darin enthaltenen Nährstoffe sich die Knospen besser öffnen und dass solche Mittel verhindern, dass sich Bakterien in der Vase vermehren. Man erfährt, wie man mit schönen gebundenen Blumensträußen verfährt, die man geschenkt bekommt und hängende Blumenköpfe wieder auffrischt. Die Methode, die beschrieben wird, funktioniert sogar bei Rosen. Ich kannte sie bislang nicht.

Anschließend setzt die Autorin die Leser über ihre Designphilosophie in Kenntnis, um alsdann über Lieblingsblumen einige Überlegungen anzustellen. In der Folge dann stellt Packer Blumendesignbetrachtungen für die Diele, das Wohnzimmer, die Küche und den Essbereich sowie für Schlafzimmer und Bad an. In diesem Zusammenhang kann man eine Vielzahl von Bildern bewundern und die Gestaltungsideen zuhause umsetzen.

Sehr gut gefallen mir Hortensienköpfe unter Glas. Die Idee werde ich in etwas abgewandelter Form übernehmen und mit Moos und blauen Hyazinthen morgen einen Versuch starten. Gardenien in weißen Übertöpfen sind sehr edel, passen natürlich nur in ein entsprechendes Umfeld: Grün, Weiß, maximal einige Brauntöne.

Die Gestaltungsideen mit Blumen aus allen Jahreszeiten für jeden Wohnbereich werden Blumenliebhaber entzücken. Dabei gefallen mir für die Küche besonders die Zierapfelzweige, aber auch Hagebuttenzweige- und Paprikastiele.

Man erwirbt in diesem Buch ein gewisses Stilempfinden in der Sache, sofern man es zuvor noch nicht hatte, d.h. welche Blumen sich für welchen Raum am besten eignen. Ich liebe blaue Skabiosen. Dass diese in Porzellankrügen ganz zauberhaft ausschauen, will ich nicht unerwähnt lassen. Eine schöne Idee der Floristin.

Ein wenig Grün im Badezimmer, warum nicht? Alles sehr verlockend und inspirierend.

Für alle, die Freude an Blumen haben, ein wirklich gelungenes Buch. Die Bilder sind Balsam für die Seele, besonders im Winter.

Empfehlenswert.

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Rezension:Platz da!: Stauräume schön & praktisch (Broschiert)

Dieses kleine, reich bebilderte Büchlein von Margaret Sabo Wills finde ich ganz ungemein inspirierend und lehrreich. Gezeigt wird wie man seine sieben Sachen, die man nicht täglich benötigt, gut verstaut und Platz in der Wohnung schafft.

Untergliedert ist der Ratgeber nach einleitenden Betrachtungen mit dem Motto "Organisation ist alles" in die Rubriken: Wohnen, Arbeitsplatz, Küchen, Bäder, Garderoben und Nutzräume.

Sehr erhellend sind die Tipps im Hinblick auf Regale. Hier habe ich mich der Bücher, DVDs und CDs wegen gerne beraten lassen und bin dank des Ratgebers auf ganz neue Lösungen gekommen.

Auch für die anderen genannten Räume findet man sehr gute Anregungen, Dinge platzsparend aufzubewahren. Sehr schön sind die Beispiele für offene Küchenregale, auch die Ideen für ein aufgeräumtes, wohnliches Bad und für Stauräume in Dielen im Hinblick auf Schuhe etc.

 Man staunt wie aufgeräumt alles sein kann, wenn man mit System vorgeht. Ein Buch, mit dem man gerne das Jahr beginnt, speziell wenn man die Mentalität eines Eichhörnchens hat, sprich gerne sammelt, aber keinen chaotischen Zuständen Vorschub leisten möchte.

 Empfehlenswert.

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Rezension: Wohnen mit kräftigen Tönen (Broschiert)

Sarah Lynch ist die Autorin dieses bemerkenswerten, reich bebilderten Büchleins, das für alle die im Frühjahr ihre Wohnung verschönern möchten, sehr hilfreich ist.

Hier findet man wertvolle Inspirationen, Ideen und Tipps für die Verwendung kräftiger Farben in Wohnräumen. Dabei ist der Ratgeber nach einem einleitenden Teil in die Rubriken: Blau; Orange; Lila; Gelb; Rot; Grün; Rosa; Schwarz untergliedert.

Aufgeklärt wird man im Vorfeld über benachbarte Farben, Komplementärfarben und auch vom Nichtvorhandensein von Farbe und welche Wirkung dies im Einzelnen hat.

Pro Rubrik werden einzelne Farbnuancen gezeigt und die Wirkung der jeweiligen Farbe erläutert. Meine Lieblingsfarbe ist Orange, weil diese Farbe einem Raum fernöstliches Flair, Wärme sowie gute Laune einhaucht. Sehr schöne Inspirationen in dieser Farbe werden vorgestellt, das übrigens gilt auch für die Farbe Gelb, der idealen Bürofarbe. Sie macht munter und aktiv, das weiß ich aus eigener, jahrelanger Erfahrung.

Der Farbe Lila kann ich nichts abgewinnen. Mir unverständlich, wie man sich dieser Farbe freiwillig aussetzen kann. Sie soll schon Leute in den Suizid getrieben haben, wie mir zu Ohren kam. Eine auberginefarbene Wand und entsprechende Möbel (siehe 50-51) lösen beim mir schon beim bloßen Anblick Beklemmungen aus.

Ziegel- und Zinnoberrot findet mein Gefallen, letztlich jedoch sind es die Blautöne, die in Verbindung mit Cremeweiß am elegantesten wirken und die man noch nach Jahren nicht satt hat.

 Nach der Lektüre des Büchleins ist dem Leser das Phänomen Farbe bewusster und er weiß, was er in einer Wohnung damit bewirken kann: Ruhe oder Sturm, je nach Gusto.

 Ein gelungenes Buch.

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Rezension: Peter J. König: Häuser des Jahres Callwey- Hubertus Adam / Wolfgang Bachmann

Wenn man das Buch mit dem Titel Häuser des Jahres vor sich liegen sieht, ist man zunächst etwas ratlos, worum es sich hierbei eigentlich handeln soll. Aber schon auf der zweiten Seite wird klar, dass dieser Bildband die besten Einfamilienhäuser 2013 vorstellt. Eine Jury von ausgezeichneten Architekten mit internationalem Ruf haben aus einer Vielzahl von Bewerbungen aus Europa und Übersee die Objekte heraus gesucht, die in ihren Augen innovative, ja futuristische Architektur verkörpern. Dabei ist nicht entscheidend, ob die Häuser möglichst spektakulär oder gar mondän sind. In erster Linie waren Kreativität und Einfallsreichtum der Architektinnen und Architekten gefragt. Interessanterweise sind die ersten Preise alle an Einfamilienhäuser in der Schweiz vergeben worden. Es wird gemutmaßt, dass dieses überwiegend mit der Topographie des Landes zu tun hat, da durch die gebirgige Silhouette in vielen Regionen des Alpenstaates Häuser oftmals in Hanglagen gebaut werden. Dies bedeutet eine spezielle Herausforderung, ermöglicht aber auch besondere Entwürfe. Überall in der Schweiz, aber ganz bestimmt an den vielen Hängen der eidgenössischen Bergseen sind Einfamilienhäuser von ganz besonderer Qualität und stilistischem Reiz entstanden, man denke nur an die Refugien im Tessin.

Aber es gibt auch genügend andere Herausforderungen, die durch den Einfallsreichtum der Architekten gemeistert wurden. Einmal galt es einen Bauernhof neu zu gestalten oder ein altes Weingut durch das entsprechende Ambiente mit Leben zu füllen. Trostlose Stadthäuser bekommen ein modernes Kleid, während das Interieur durch einen entsprechenden Minimalismus Galerie artige Züge erhält. Natürlich werden auch prachtvolle Villen im Grünen oder in den besten Lagen angesagter Städte gezeigt. Das Spektrum ist weit gefächert, die Jury hat die unterschiedlichsten Einfamilienhäuser ausgezeichnet, ganz nach dem Gusto des Betrachters. Beginnend mit ein paar spektakulären Entwürfen, als Entree sozusagen, wird danach anhand eines Inhaltsverzeichnisses ein erster Überblick vermittelt. Dabei steht zuvorderst ein Beitrag mit der Überschrift: Über dieses Buch. Hier wird Zweck und Inhalt erklärt, also warum dieser Bildband überhaupt entstanden ist. Danach wird die Jury vorgestellt. Hubertus Adam, einer der Autoren, geht im Folgenden auf die Frage ein: Einfamilienhäuser-ein ambivalentes Phänomen. 

Schließlich beginnt der Reigen der ausgezeichneten Objekte, insgesamt 50 an der Zahl. Als erstes natürlich der 1. Preis mit dem Titel: Haus über der Landschaft in Nuglar. Hierbei handelt es sich um einen holzverkleideten Baukörper, der auf einer Grundplatte stehend, ebenerdig rundum verglast, auf schmalen Betonsäulen ruht. Danach folgen die 5 nächst Platzierten unter der Rubrik Auszeichnungen. Alle weiteren haben von der Jury eine besondere Anerkennung erhalten, was so viel bedeutet, dass es sich hierbei ebenfalls um hervorgehobene Entwürfe handelt. Alle Häuser sind bestens bildlich dargestellt worden, sowohl von außen, als von innen. Spezielle Details wurden fokussiert, das jeweilige Umfeld, ob Park, Landschaft oder Straßenzug wurde mit einbezogen. Neben den Fotografien wird jedes Objekt an Hand eines ausführlichen Begleittextes vorgestellt, ebenso die jeweiligen Architekten mit ihrem Konterfei unter Benennung ihres Büros. Bauzeichnungen der einzelnen Geschosse mit Erläuterungen nebst Seitenansicht und Lageplan vervollständigen das Bild. Die Gebäudedaten geben Aufschluss über Grundstückgröße, Wohnfläche, zusätzliche Nutzfläche, Anzahl der Bewohner, die Bauweise(Materialien), Primärenergiebedarf, Baukosten gesamt, Baukosten je qm, Baubeginn und Fertigstellung. Dass nicht immer die Kosten genannt werden ist verständlich, denn immerhin handelt es sich hierbei um Privathäuser. 

Alles in allem ist dieser Bildband über Einfamilienhäuser äußerst interessant gestaltet, zeigt er doch was architektonisch alles möglich ist. Zudem ist er besonders inspirativ, was den Betrachter bestimmt reizt, wenn er sich mit dem Gedanken trägt, demnächst seine Hausbaupläne zu verwirklichen. Architekten und Bauingenieure müssen da nicht extra animiert werden, sie bewegen schon die berufliche Neugierde. 

Empfehlenswert. 

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