Rezensionen:

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Rezension: Tischkultur-Julia Dettmer- Callwey


Julia Dettmer stellt in diesem tollen Bildband "großartige Gastgeber" und "ausgezeichnetes Design" vor. Die Autorin war bis 2020 Chefredakteurin der Bunten und hat sich danach als Autorin, Sprecherin und Promi-Expertin selbstständig gemacht. 

Im ersten Teil ihres Bildbandes lernt man die "großartigen Gastgeber" bei ihrem Tun kennen. Es handelt sich hierbei um: Michael Brandner, Marie Anne Wild, Barbara Becker, Dr. Fabian Riedel, Sabine Vitua, Cornelia Poletto, Tamara Gräfin von Nayhauss, Mathieu Mermelstein, Familie Anders, Nina Ruge, Insa Lachauer, Franzi von Hardenberg und Lili Radu, André Schulz und Mikael Horstmann. 

Diese Gastgeber zeigen, womit sie ihre Gäste erfreuen und warten jeweils mit drei Tipps dazu auf. Die Bilder, die das, was man den Textportäts entnehmen kann,  visualisieren, sind eine Einladung zum Träumen aber auch eine Inspiration zum Nachahmen. 

Spannend sind alle Porträts, weil sie mit unterschiedlichen Mitteln zum gleichen Ziel gelangen: Zufriedene Gäste, die noch lange von der Einladung schwärmen. 

Hervorheben möchte ich das Porträt von Dr. Fabian Riedel, der seine Gäste beim entspannten Dinner in seine Seafood-Wekt eintauchen lässt. Er baute 2016 vor den Toren Münchens die größte landbasierte Seafood-Farm Europas auf. Bei perfekte Zuchtbedingungen und artgerechter Haltung produziert er derzeit 30 Tonnen Garnelen pro Jahr. Seinen Gästen möchte er "eine schöne Zeit schenken, in der sie verköstigt werden, sich wohlfühlen und selbst sein können- in der sie die Zeit am besten vergessen. Der Alltag ist dann Nebensache, wir führen angeregte Gespräche, und alles läuft unverkrampft ab.“

Lesenswert auch seine 3 Tipps für das perfekte Seafood-Dinner. Den Porträts folgt ein Interview mit dem Kniggeexperten Mikael Horstmann, in dem Fragen beantwortet werden, wie etwa "(Warum) Braucht man eine Tischordnung?" Oder "Worauf ist beim Eindecken des Tisches zu achten?" 

Auf den folgenden Seiten werden 2022 ausgezeichnete Produkte aus den Kategorien Tisch, Küche und Interieur vorgestellt. Durch die Fotos erhält man einen Eindruck von den jeweiligen Produkten. Die Herstellerfirmen und die Produkte werden sehr gut textlich porträtiert, zudem werden jeweils die Adresse, die Website, der Produktionsort, das Jahr der Markteinführung und der Preis genannt.

Hervorheben möchte ich ein Produkt der Pozellanmanufaktur Reichenbach GmbH. Es nennt sich "Pallau". Das feine Porzellan mit kobaltfarbenen Fischmotiven eignet sich geradezu ideal für sommerliche Speisen mit Fisch, Krusten- oder Schalentieren. Sehr edel. Keineswegs besonders kostspielig.

In der Kategorie Küche macht das Waffeleisen von Cloer 1898 neugierig, bei dem alles zu stimmen scheint, sogar die patentierte Kabelaufwicklung. Die Antihaftbeschichtung ist - man staune- ist sogar zuckerresistent. Bei den vielen Vorteilen,- habe nur einige genannt-  ist der Preis auf jeden Fall gerechtfertigt.

Die Porzellanmanufaktur Reichenbach hat auch in der Kategorie Interior einen Preis erhalten. Es handelt sich bei dem Produkt um Vasen der Designerin Paola Navone. Diese Vasen wurden von Koi-Karpfen inspiriert. Dieser Fisch steht in vielen Teilen der Welt für Wohlstand. Ein schönes Design, voller Lebensfreude.

Insgesamt, ein gelungenes Buch. Wer Spaß an Tischkultur hat, wird dieses Buch immer wieder gerne zur Hand nehmen.

Maximal empfehlenswert.

Helga König.

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Rezension: Stilvoll wohnen- Oliver Jahn. Marie Kalt- Callwey


Dieser beeindruckende Bildband, herausgegeben von Architectural Digest, präsentiert Interior-Projekte rund um den Globus. Gezeigt werden Wohnwelten in den USA, in Deutschland, Indien, Frankreich, Russland, Spanien, China, Mexiko, Italien und im Nahen Osten.

Die Fotos aus den USA stammen primär aus dem letzten Jahrzehnt und machen deutlich, dass hier das europäische Erbe eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Vorgestellt werden Wohnräume namhafter Persönlichkeiten, die von bekannten Designern gestaltet worden sind und sehr unterschiedlich in ihrer Farbgebung und Linienführung anmuten. Romantische Rückzugsorte wechseln mit solchen, in denen klare Linien bestimmend sind, ab. Wobei die Räume jeweils viel über die Geisteshaltung ihrer Bewohner aussagen, so auch der gezeigte Raum des amerikanischen Modezars Tommy Hilfinger, der durch den Charme eines Wohnraums in einem englischen Landhauses besticht. 

Den präsentierten Bildern der oben genannten Länder ist stets ein einseitiger Einführungstext vorangestellt worden. Hier liest man in Bezug auf Deutschland, dass Farben in der deutschen Innenraumgestaltung auch heute eine ernst zu nehmende Rolle spielen. Das auch dokumentieren die Fotos auf sehr unterschiedliche Weise. 

Besonders geschmackvoll eingerichtet ist Wolfang Joops Arbeitszimmer, das durch seine Farben und Formen geradezu erhaben wirkt. Während das Arbeitszimmer des Verlagschefs Wolfgang Hölker (Coppenrath-Verlag) zum Träumen einlädt, indem es eine fiktive, längst vergangene Welt visualisiert, wartet der Kunstsammler Christian Boros mit einem Raum auf, der den spartanischen Luxus der Zukunft vorwegnimmt. 

Noch mit den Eindrücken deutscher Wohnräume beschäftigt, wandert der Blick bereits über Wohnwelten in Indien. Wissen sollte man, dass sich derzeit dort zwei Innenarchitekturschulen hervorheben. Worin diese sich unterscheiden, wird sehr gut erläutert. 

Es gibt viel zu sehen und zu bestaunen, bevor man sich mit den Wohnräumen in Frankreich befassen kann, die vor allem elegant daherkommen, wie zu erwarten war. Bei dem Vielen, was es in der Folge aus unterschiedlichen Ländern noch zu sehen gibt, beeindruckt ein bunter Raum der Modedesignerin Agatha Ruiz in Madrid und eine Wohnterrasse in Mexiko-Stadt, der ausschließlich aus recylebarem und nachhaltigen Materialen gebaut ist. 

Die schönsten Wohnräume im Buch nach meinem Empfinden sind im Nahen Osten lokalisiert. Vor allem hat Marrakesch offenbar Unglaubliches zu bieten, wie die Fotos dokumentieren. Hier erhält man gleich diverse Einblicke in das Reich der Familie Bulgari. Atemberaubend schön! 

Ein gelungenes Buch, das alle erfreut, die das Schöne in seiner Vielfalt zu schätzen wissen und es neidlos bewundern können. 

Maximal empfehlenswert. 

Helga König 

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Rezension: Das Grosse Callwey Wohnbuch-Ute Laatz-Callwey



Dieser hochinformative Bildband beinhaltet das Basiswissen zum Wohnen, die wichtigen Trends, Stile als auch Tipps und Tricks, sei es für eine praktikable Lösung für ein Nischenproblem oder aber eine Inspiration für das einfach nicht gelingen wollende Stillleben aber auch für die Renovierung eines Zimmers oder für einen Umzug. 

Im Rahmen von 15 Kapiteln erlebt man mittels exklusiv kuratierten Fotos mit praxisnahen Erklärungen  die gesamte Bandbreite von Möglichkeiten, die höchst unterschiedliche Eye-Catcher machbar werden lassen. 

Zunächst wird thematisiert, wie man die eigenen Wohnbedürfnisse erkennen kann. Am Beispiele von Fragen, die sich bei einer Küchenrenovierung stellen, hat man einen ersten Eindruck, worum es geht. Anschließend werden moderne Stile und ihre Merkmale präsentiert. Hier gefällt mir der "New Mediterran-Stil" besonders gut, der dezent ist, mit viel Freiraum für maximale Luftigkeit sorgt und mit seinen Sand- und Blautönen die Idee der südlichen Natur zwischen Himmel und Meer visualisiert.

Bestens  werden die einzelnen Räume für guten Geschmack vorstellt, beginnend mit der Küche. Überlegungen zu Schränken, Farben, Griffen und Beschlägen, zur Arbeitsplatte, auch zum Bodenbelag lohnt es zu überdenken, auch die Punkte, die für oder gegen eine offene Küche und Wohnküche sprechen. Dass ein runder Tisch ein Kommunikationswunder ist, man Accessoires nur sparsam einsetzen und man sich mit der Beleuchtung im Essbereich sehr intensiv auseinandersetzen sollte, sind nur einige von vielen Themen, die sehr gut fokussiert werden. 

Ob nun die Küche, das Esszimmer, das Wohnzimmer, das Schlafzimmer, das Kinderzimmer, der Raum für Ordnung und Aufbewahrung, das Bad, das grüne Zimmer und das Homeoffice, alles  kommt zur Sprache. 

Wie und wo entsteht ein Lieblingsplatz? Welche Schränke sind sinnvoll? Welche Materialien für Betten sollte man nutzen? Diese und tausend andere Fragen werden bestens beantwortet. 

Jedes Zimmer benötigt Stauräume. Das muss einem vor dem Einrichten bewusst werden. Man sollte also vorab planen, wie viel geschlossenen Stauraum und offene Präsentationsfläche man wirklich braucht. Nicht alles muss bleiben. Man sollte sich auch von Dingen trennen können.

Gefallen haben mir die Reflektionen zum Gästezimmer, das keine Auffangstation für alles sein sollte und die wahrlich guten Ideen zum Homeoffice. Licht und Farbe sind in dunklen Zeiten der Trend Nr.1.

Dazu bietet dieses Buch viel Inspiration und gute Adressen, um seine eigenen Wohnträume perfekt umsetzen zu können. 

Maximal empfehlenswert 

Helga König.

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Rezension: The Green Life- Der Wohn-Guide für ein nachhaltiges Leben- Marion Hellwig- Prestel


Das vorliegende Buch ist eine Teamarbeit zweier Journalistinnen mit viel Geschmack und guter Ideen. 

#Marion_Hellweg, eine gelernte Restauratorin und Interieur Designerin,  arbeitet heute als Chefredakteurin des Wohn- und Lifestyle- Magazins "Living &More". 2011 hat sie sich mit ihrem eigenen Büro "Bord Liv" selbstständig gemacht, ist jetzt dort als Journalistin, Herausgeberin, Stylistin und Inneneinrichterin tätig und hat sich als Buchautorin einen Namen gemacht. 

Die Kulturwissenschaftlerin #Frederike_Treu arbeitet als freie Journalistin für unterschiedliche Magazine. 

Worum geht es? Um mehr Nachhaltigkeit im eigenen Zuhause und auch darum, das Heim achtsamer zu gestalten. 

Bemerkenswert: Das Buch ist aus FSC zertifiziertem Naturpapier hergestellt und komplett recycelbar. Zudem wurde auf Lacke, Folien sowie Laminierung verzichtet und es wurde klimaneutral produziert. Auf diese Weise wird das Waldschutz-Projekt "Kasigau Wildlife Corridor" unterstützt. 

Die Publikation ist in drei große Abschnitte aufgeteilt, als da sind: 

Hometours
Raum für Raum
Material-Guide

Hometours beginnt mit einer "Pause im Grünen" und zeigt ein Ferienhaus in Dänemark mit offenen Decken und vielen Fenstern, die das Gebäude lichtdurchflutet erscheinen lassen. Einzelne Wohnbereiche werden anhand von Fotos gezeigt. 

Diese Bilder werden textlich kommentiert. Daneben gibt es kluge Merksätze wie etwa: 

"Fülle dein Zuhause nicht mit Krempel. Je weniger herumsteht, desto besser kannst du durchatmen und entspannen."

Auch auf Pflanzen wird hingewiesen, weil diese im Haus für eine ruhige, mediterrane Atmosphäre sorgen. Zudem wird auf energieeffiziente Küchengeräte aufmerksam gemacht,  auch auf Müllvermeidung und darauf,  dass man auf Nachhaltigkeit bei den Küchenmöbeln achten sollte. 

In einem Interview mit der Bloggerin Mia Marjanovic erfährt man u.a. mehr zur Vermeidung von Chemie in der Küche. Dann geht es weiter mit dem Leben in einem Weinbauernhaus, in dem die Räume mit viel hellem Holz gestaltet wurden, alsdann auch mit Wohnideen mit Pflanzen, mit Farbideen, zudem  mit Wohnen in einer Einzimmerwohnung, die als besonders nachhaltig gilt, wenn sie entsprechend eingerichtet sind. 

Gelungen auch sind die Wohnideen in "Alles selbst gemacht". Hier wurde sehr viel mit neuer Farbe gearbeitet, auch bei den Möbeln übrigens. Gefallen haben mir  die "Ordnungshelfer" und hier die Ideen für clevere Stauräume. 

Mit Schraubgläsern und Boxen Kleinkram zu ordnen, ist eine gute Idee, auch sinnvoll die Ideen, wie man beim Ordnung halten ohne Kunststoff auskommt.

Es folgt eine Vielzahl weiterer bemerkenswerter Ideen.  Zu viele, um alle hier in der Rezension zu benennen. So etwa ein "Bad zum Abtauchen", wo es neben vielem anderen auch um die Vermeidung von Plastik geht.

"Gesund schlafen" ist ein weiteres Thema. Hier auch erfährt man mehr zu Naturmaterialien u.a. bei Bettwäsche und liest über Farben, die für Entspannung sorgen. Spannend zu lesen ist der "Material Guide" und hier welche Materialien miteinander harmonieren. 

Zum Schluss werden Adressen und Hersteller genannt, wo man sich weiter informieren kann. 

Ein sehr gutes Buch, das ich gerne weiterempfehle. 

Helga König

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Rezension: Tischkultur des Jahres- Olaf Salié & Björn- Kroner- Salié- Callwey

Dieser beeindruckende Bildband, dessen Herausgeber Olaf Salié & Björn Kroner- Salié sind, zeigt alle #DINEUS-Preisträger 2020 mittels wundervollen Bildern. Dabei werden Produktinnovationen, Materialien, die Herstellung und die Unternehmen der Tableware-Branche sehr spannend vorgestellt. 

Der Große Preis der Tischkultur - DINEUS -  wurde am Freitag, den 7.2.2020 auf der "Ambiente" in Frankfurt vergeben. Inspirierende Dekorationsideen und 30 mediterrane Rezepte des Sternekochs Mario Gamba warten nun  darauf  von den Lesern goutiert zu werden. 

Gleich zu Beginn werden eine neue Porzellan-Serie "#Metro_Chic" von Villeroy & Boch und Gläser von ASA vorgestellt. Das schöne Premium Bone Porcelain mit einem Dekor in Schwarz und Gold (20 Karat und handpoliert) erinnert an ein Dekor des römischen Patriziertums und vermittelt gemeinsam mit den mundgeblasenen, ambrafarben schimmernden Karaffen und Gläsern von ASA ein kultiviertes, mediterranes Lebensgefühl. Die Strenge des Geschirrs wird durch die ambrafarbenen Gläser gebrochen, aber auch durch die vielen Orchideeblüten, die das Edle des Geschirrs noch mehr unterstreichen. 

Zwischen der Präsentation der preisgekrönten Produkte gibt es immer wieder Rezepte von Mario Gamba, der eingangs ein Interview gegeben hat. So kann man auch das Rezeptergebnis für "Ravioli Noci" auf einem Teller von "Metro Chic" bewundern und darüber nachdenken, ob das Dekor des Geschirrs sich mit Speisen, die man selbst gerne zubereitet, verträgt. Traumhaft eignet sich der Teller für "Jakobsmuscheln mit Passionsfrucht und Kaviar". Das Rezept lässt sich problemlos zubereiten und passt natürlich auch auf andere Teller. 

Sehr gut gefällt mir das Geschirr der Porzellanmanufaktur #Fürstenberg . Es nennt sich "Touché La Mer" und wurde zum Kaffeegeschirr des Jahres gekürt. Zarte Reliefs, matt und edel, sollen sich angenehm in der Hand anfühlen. Es handelt sich um sehr formschöne Kaffeebecher, die auf den Untertellern stilvoll daherkommen. 

Die Porzellanmanufaktur #Reichenbach präsentiert interessante "Berge-Teller"- Mittels eines digitalen e D-Verfahrens wurden das Wettersteingebirge mit der Zugspitze maßstabsgetreu nachgebildet. Die "Wildente mit Senfkörnersauce" passt vortrefflich auf die Teller. Doch auch eine "Bachforelle" könnte sich hier wohlfühlen.

Begeistert bin ich von der Wahl der mundgeblasenen Weingläser von #Zieher. Es ist mit Abstand das formschönste Glas der Messe. 

Unmöglich an dieser Stelle alle Produkte, die im Buch gezeigt werden, zu streifen. Das gleiche gilt für die tollen Rezepte...

Wirklich super finde ich, dass hier deutlich wird, dass Speisen und Geschirr harmonisch zueinander passen sollten. Die feinen "Gambas auf Rotweinbutter" sehnen sich natürlich nach einem passenden Teller und finden ihn im Dekor PalmHouse X von Stefanie Hering. 

Hervorheben möchte ich das Gericht "Vitello Tonnato" mit einer superguten "Hausdressing" angerichtet, aber auch das Rezepte für  "Tomaten-Dattel-Tatar". 

Sehr schöne Tischwäsche der Leinweberei Hoffmann und das Tischgeschirr mit Design von Laura Ashley sorgen  ebenfalls für Aha-Erlebnisse. 

Fantastisch, die tollen Rezepte, wie etwa  das "Gurken-Flusskrebs- Carpaccio" oder "Lachs mit Blumenkohlpüree und Soja-Koriander-Reduktion"! Dies alles braucht natürlich Inszenierung auf tollem Geschirr.

Doch ich möchte nicht zu viel verraten. Vielleicht noch, dass es auch für Kinder ein Geschirr gibt, das einen Sonderpreis erhalten hat. 

Alles Weitere, lesen Sie dann bitte selbst und wenn Sie Lust haben, dann bereiten Sie die "Apfeltarte“ zu, um sich den Lese-Nachmittag zu versüßen. Das Rezept finden Sie auf Seite 113. 

Maximal empfehlenswert ,

 Helga König

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Rezension Peter J. König: Häuser des Jahres - Die 50 besten Einfamilienhäuser 2019- Jan Weiler/ Katharina Matzig- Callwey

Bereits zum neunten Mal präsentiert der Callwey Verlag diesen außerordentlichen Band mit dem Titel "Häuser des Jahres" und zwar für das Jahr 2019. Er basiert auf dem gleichnamigen Wettbewerb, der die 50 besten Einfamilienhäuser auswählt und prämiert. Dabei werden ungewöhnliche Objekte vorgestellt, alle in den letzten Jahren erbaut oder kernsaniert und umgestaltet. 

Alle Häuser besitzen ihren ganz eigenen Reiz, ihre individuelle Ausstrahlung und ihre ganz eigene Dimension, vom restaurierten Fachwerkhaus, über modernisierte Stadthäuser, bis hin zu neuerbauten, großzügigen Villen am See oder in den besten Wohnlagen am Stadtrand. 

Voraussetzung ist die jeweilige Individualität jedes Objektes. 

Ausgewählt wurden diese im deutschsprachigen Raum, also in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in Südtirol. 

Das Einfamilienhaus ist noch immer die dominierende Wohnform, in Deutschland leben 53 Prozent der Bevölkerung in Ein- oder Zweifamilienhäusern. Nach dem Statistischen Bundesamt aus dem Jahr 2016 existieren 12,5 Millionen Einfamilien- und 3 Millionen Zweifamilienhäuser von den annähernd 19 Millionen Wohngebäuden hierzulande. Dies zeigt deutlich wie eminent wichtig diese Wohnform weiterhin und wie wichtig dies auch für die Architektur im deutschsprachigen Europa ist. Um diese Bedeutung hervorzuheben, haben sich 8 maßgebliche Fachleute aus dem Gesamtkomplex Architektur als Jury aufstellen lassen, um aus der Fülle von Neu- und Umbauten, die auch für den Wettbewerb "Häuser des Jahres" in 2019 eingereicht wurden, diese 50 Objekte herauszufiltern, die für die Fachjury am preiswürdigsten waren. 

Jan Weller, Journalist und Schriftsteller und Katharina Matzig, Architekturjournalistin, beide ebenfalls Jurymitglieder haben dann diesen interessanten Bildband auf den Weg gebracht, der nicht nur eindrucksvolle Aufnahmen der ausgewählten Objekte aus verschieden Ansichten von außen und innen zeigt, ein sehr detaillierter Nebentext, Grundriss- und Querschnittszeichnungen dienen zur weiteren Erläuterung der Häuser, zudem noch bestimmte Angaben über die Anzahl der Bewohner, der Wohnfläche und der Grundstücksgröße. 

So kommt ein anschauliches Grundwissen über die einzelnen Objekte zustande, neben der Tatsache, dass die jeweiligen Architekten sich erklären, worin der Reiz jedes einzelnen zu erbauenden Gebäudes bestanden hat. Sieger dieses Wettbewerbs "Häuser des Jahres" in 2019 wurde ein ganz ungewöhnlichen Objekt, ein Einfamilienhaus, das in die Altstadt von Münster/Westfalen integriert worden ist, ohne die Straßenansicht der Giebelhäuser zu stören und doch modern und innovativ zu sein. 

Bei den insgesamt 50 vorgestellten Wohnobjekten gibt es alle Variationen von Häusern, ob in Stadtbereichen, auf ländlichem Gebiet oder auf parkähnlichen Grundstücken, ob im flachen Norddeutschland, im alpenländlichen Vorgebirge oder im Schweizer oder Südtiroler Hochgebirge, der Individualität sind keine Grenzen gesetzt, auch nicht dem Einfallsreichtum der Architektinnen und Architekten. Dieses auch macht den ganz besonderen Reiz dieses großartigen Bildbandes aus, der jeden neugierig macht, der sich für Architektur interessiert oder gar nach Inspiration für den eigenen Hausbau sucht. 

Einen besonderen Hinweis verdient auch noch die jeweilige Vorstellung jedes Hauses in sprachlicher Kurzform, die ganz gezielt und sehr prägnant aufzeigt, welche Bedeutung jedes einzelne Haus ausstrahlt, was es mit den Objekten auf sich hat. Abschließend werden unter der Rubrik "Das beste Produkt 2019" noch ganz besondere Neuerungen gezeigt, die beim Hausbau maßgeblich zum Tragen kommen, von Parkett-, Laminat- und Designböden, über spezielle Backstein Klinker, spezielle WCs oder Badeinrichtungen, einem außergewöhnlichen Hauslift, leicht einzubauen und maßgeschneidert für das Alter, bis hin zu Grohe Badamaturen oder integrierten Bora Luftabzügen in modernen Küchen. Alles ist auf dem neuesten Stand der Technik, formschön und doch überaus praktisch. Hier lassen sich wirklich beste Anregungen holen. 

Auch für das Jahr 2019 ist der vorgestellte Bildband nicht nur wieder eine Augenweide, er lädt tatsächlich erneut zum Nachdenken und Träumen ein. 

Deshalb: Absolut empfehlenswert 

Peter J. König


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Häuser des Jahres: Die 50 besten Einfamilienhäuser 2019

Rezension: Glücklich wohnen mit Farbe- Joa Studholme- Callwey

Mein derzeitiges #Lieblingsbuch, von dem ich mich nicht ohne Grund täglich inspirieren lasse, ist der bei #Callwey erschienene Bildband "Glücklich Wohnen mit Farbe" der Farbkuratorin Joa Studholme und des Fotografen James Merrel. 

Seit Joa Studholm vor 20 Jahren bei Farrow & Ball als Farbberaterin begann, hat sie jedes Jahr für über 4500 Räume farbliche Gestaltungskonzepte erarbeitet.

Im vorliegenden Buch möchte sie nicht nur konkrete Gestaltungskonzepte ausgewählter Häuser vorstellen, sondern auch die mannigfaltige Art und Weise, wie Menschen überall auf der Welt bestimmte Häuser dekorieren. Insofern reicht die Palette der gezeigten Beispiele von großen Räumen aus eleganten, ultramodernen Wohnungen bis zu kleineren Zimmern in rustikalen Bauernhäusern. Individuell gestaltet sind sie alle.

Das Ziel des Werkes besteht darin, den Lesern viele nützliche Informationen an die Hand zu geben. Eine Farbkarte mit 132 einzigartigen Farbtönen, die sich in sechs Farbgruppen untergliedern, schenken die Impulse, die man für die farbliche Gestaltung seiner  Wohnräume gerne nutzt.

Zum Basiswissen gehört, welche Farbtöne man wählt bei:

Dunkleren Wänden mit weißen Holzeinbauten
Holzeinbauten dunkler als die Wände
Wände sowie Holzeibauten in derselben Farbe.

Die Autorin schreibt  u.a. Wissenswertes über #Stil, #Kontinuität und #Licht. Dabei ist sehr gut erklärt wie man farbliche Übergänge von einem in den anderen Raum schafft. Wichtig sei eine stimmige #Farbkombination, damit  angrenzende Räume farblich harmonisch gestaltet werden. Man sollte Farben zunächst ausgiebig testen, bevor zur Tat geschritten wird und sich in die beigefügten, bewährten Tipps und Tricks vertiefen, liest man und nickt den Sinn begreifend, wissend.

Im ersten Teil des Buches hat man dann Gelegenheit, sich mittels sehr gut erläuternder Texte und tollen Fotos in 13 #Gestaltungskonzepte zu vertiefen. Dieser Teil beginnt mit einem 12 Punkte umfassenden Farbberater-Einmaleins. Das erste Gestaltungskonzept ist ein dänisches Design, sehr gut erläutert und durch die Fotos, die die Räume zeigen, visualisiert.

Die Farbpalette zu diesem Design für die einzelnen Räume ist wie bei den weiteren Gestaltungsideen  dem Konzept angefügt. 

Ein Traum sind die #Farben der Küche des Konzepts "Kopenhagener Kunsthaus", doch auch an allen Farben und Konzepten in der Folge kann man sich nicht satt sehen. Für jeden Geschmack werden hervorragende Impulse gegeben. Sehr schön sind die Ideen zur Gestaltung  "Ein altes Schulhaus“. Hier greift der satte Archivton "Olive" perfekt die Grüntöne des Gartens und die Farbe des Steinbodens auf.

Grandios sind die Farben des Gestaltungskonzepts "Moderne Lässigkeit", in die ich mich sofort verliebt habe.

Im 2. Teil folgt die Anleitung für die Gestaltung von Räumen. Hier wird beispielsweise diskutiert, welchen Eindruck man im Flur erzielen möchte. Spannend ist die Farbgebung speziell in der #Küche, dem #Bad und den #Schlafräumen. Im #Wohnzimmer gilt es, an die vielleicht schon vorhandenen Möbel zu denken und an die Bilder, speziell wenn es sich um wertvolle Unikate handelt.

Alle Räume und der Außenbereich werden unter die Lupe genommen, kleine und große, hohe und niedrige Räume fachmännisch beäugt. Zum Schluss werden analog zu Küchenrezepten erprobte Gestaltungsrezepte in einzelnen Räumen aufgelistet und Adressen für Farrow &Ball Showrooms mitgeteilt.

Durch dieses sehr schöne Buch  habe ich sehr viel hinzugelernt, was mir im kommenden Jahr gewiss weiterhelfen wird.  Lesen lohnt sich halt.

Maximal empfehlenswert.

Helga König

Onlinebestellung Callwey oder Amazon Glücklich wohnen mit Farbe

Rezension: Walter Knoll- Möbelmarke der Moderne- Bernd Polster- teNeues

Autor dieses bemerkenswerten Bildbandes ist der Publizist und Künstler Bernd Polster, einer der ersten Packager in Deutschland, der seit 1999 Buchkonzepte für deutsche und internationale Verlage entwickelt und umsetzt. Dabei ist einer seiner Schwerpunkte die Kulturgeschichte. Der Publizist ist der bekannteste Designautor und Bauhausexperte in Deutschland. 

Im hier vorliegenden Werk geht es um die Möbelmarke Walter Knoll. Nachgezeichnet wird die Entwicklung des Unternehmens als Firmenbiografie. Prägende Persönlichkeiten dabei waren Wilhelm, Walter und Hans Knoll und in den letzten 25 Jahren dann Markus Benz. 

Das Buch ist in drei große Abschnitte untergliedert, als da sind: 
Erste Moderne - 1865 bis 1945 
Zweite Moderne - 1945 bis 1993 
Dritte Moderne - 1993 bis heute 

In diesen drei Abschnitten also wird die Geschichte der Möbeldynastie geschildert und immer in Beziehung zu wichtigen kulturhistorischen Entwicklungen gesetzt. Diese Geschichte nimmt in der Gründerzeit ihren Anfang. Dabei vollzog sich der Aufstieg der Knoll`schen Geschäfte in Parallelität zum gewaltigen Aufschwung, den die deutsche Wirtschaft in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte. 

Wilhelm Knoll, der Urahn der Knoll Dynastie, gründete 1865 in Stuttgart einen Lederhandel und stieg vom Gerber und Kaufmann zum württembergischen Hoflieferanten auf. Seine Söhne Willy und Walter übernahmen 1907 die Firma und begannen mit der Sitzmöbelproduktion. Sie wurden zum ersten Exporteur der Branche und revolutionierten daraufhin das Polstermöbel. 

Walter Knoll machte sich Mitte der Zwanzigerjahre selbständig. Bei der legendären Stuttgarter Weißenhofsiedlung, die 1927 unter der Leitung von Mies van der Rohe realisiert wurde, schaffte er auf Anhieb der Einstieg in die Avantgarde. 

Hans Knoll, sein Sohn, der in den 30er-Jahren in die USA ging, gründete dort seine eigene Firma, die heutige Knoll Inc.. Mit ihr schrieb er ebenfalls Designgeschichte. 

Markus Benz, der Sohn von Rolf Benz, trat ab 1993 an, um in der Zusammenarbeit mit international renommierten Architekten sowie Designern den Erfolg fortzuführen. 

Spannend zu lesen, sind neben der reich illustrierten Firmengeschichte die Sachbeiträge so etwa zum Reformstil, der neuen Sachlichkeit und der Stromlinie, dem organischen Design, dem Funktionalismus und der Postmoderne. 

Auf den Fotos kann man sich einen Eindruck vom Design der letzten 150 Jahre verschaffen. Dabei wirken Stühle und Sessel von 1910-1913 keineswegs altbacken aus heutiger Sicht, sondern nach wie vor formschön und modern. 

Ein sehr informatives Buch 

Maximal empfehlenswert 

Helga König

Im Fachbuchhandel  erhältlich

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Walter Knoll (Deutsche Ausgabe), Das Buch über die Historie der einzigartigen Möbelmarke, die Klassiker und Ikonen der Avantgarde geschaffen hat (mit Texten auf Deutsch) - 25x32 cm, 352 Seiten

Rezension Peter J. König- Exceptional Homes- The Classic Style of Ralf Schmitz, Est. 1864

Man muss weder ein russischer Oligarch noch ein Internet-Milliardär und auch kein Erbe eines Riesen-Vermögens sein, um sich in dieses überaus interessante Bildwerk zu vertiefen, das hier vom teNeues Verlag aufgelegt worden ist. Es erzählt die Geschichte und die Erfolge einer Unternehmer-Familie vom Niederrhein, die im Jahre 1864 mit Peter Heinrich Schmitz in Grefrath beginnt, wo er den Grundstein für eine Baufirma gelegt hat, die mittlerweile in vierter und fünfter Generation mit Ralf Schmitz und seinen beiden Söhnen Richard Alexander und Axel Martin seine großartige Fortsetzung gefunden hat. 

Haben die ersten Generationen sich einen respektablen Namen mit dem Bau von Villen, Wohnhäusern und Kirchen gemacht, so wurden nach dem Zweiten Weltkrieg durch Hieronymus Schmitz in dritter Generation ganze Wohnviertel wieder neu errichtet. Ausgehend vom Firmensitz in Kempen am Niederrhein setzte eine Expansion in verschiedene Regionen von Nordrhein-Westfalen ein, wie nach Düsseldorf, Essen und auch Köln. Grundlage des Erfolgs war immer hohe Bauqualität, die neben dem technischen Fortschritt auch immer die Tradition im Auge hatte. 

Gediegene Villen, ein Hochhaus in Düsseldorf und Wohnungshoch- und Siedlungsbau ließen das Familie-Bauunternehmen expandieren, und so entstand ein Großunternehmen mit mehreren hundert Mitarbeitern, das ein Spektrum an Leistungen vom Roh- bis zum Innenausbau verwirklichte. Dabei wurden ganze Stadtteile neu erbaut. In den 1970iger Jahre dann als der Markt zunehmend gesättigt war, hat mit Ralf Schmitz die vierte Generation die Geschicke der Unternehmers-Familie übernommen. Er gründete 1977 mit 24 Jahren seine eigene Wohnungsbau-Gesellschaft in Kempen, um fortan hochwertige Eigentumswohnungen in Kempen, Krefeld und Düsseldorf zu verwirklichen, wozu auch eine zusätzliche Firmen-Niederlassung in Düsseldorf diente. 

Neben dem Geschäft mit dem Neubau, begann er sukzessive Bestandsbauten und hier besonders Baudenkmäler hochwertigst zu sanieren, so unter anderem 1998 die Villa Brandenburg in Kempen, die bis heute der Stammsitz des Unternehmens ist. Es folgte 2004 ein weiterer Schritt der Expansion mit einer Niederlassung in Berlin und 2013 mit der Niederlassung in Hamburg. Während all dieser Jahre sind Projekte entwickeln worden, die ihresgleichen suchen. Dabei ist neben den absoluten Bestlagen, die Entwicklung der Substanz der Bauwerke von außerordentlicher Wichtigkeit, wenn alte Villen und traditionelle Gebäude mit dem höchstem Komfort und der besten baulichen Ästhetik wiederhergestellt werden. 

Dazu erarbeiten bedeutende und erfahrene Architekten Konzepte nach der Architektur der spektakulärsten baulichen Epochen aus den letzten 150 Jahren. Handwerklich auf höchstem Manufakturstand wird ganz in alter Tradition alles wieder so restauriert mit den Mitteln und der Akribie des traditionellen Handwerks, sodass die einmaligen Pretiosen wieder ganz ihre bauliche Einmaligkeit und Eleganz ausstrahlen. Jedes Objekt für sich ist ein Juwel, eine Hommage an die großartige Baukunst vergangener Epochen und ein Fest für die Augen und das ästhetische Empfinden des Betrachters. Hinzu kommt eine internationale Gediegenheit und Ausstrahlung, denn solche Gebäude-Ensemble orientieren sich auch an ihren Pendants in London, Paris oder Wien. Die Unternehmer-Familie Schmitz hat sie in Kempen, Düsseldorf, Berlin oder Hamburg in den vornehmsten Stadtteilen wieder aufleben lassen und damit ein wichtiges Stück Tradition auf höchsten Niveau erneut zum Leben erweckt.

Damit der Betrachter die Großartigkeit all dieser Objekte erfahren kann, hat teNeues dieses Werk konzipiert, das all diese baulichen Schönheiten dem Betrachter präsentiert. Dazu wurden namhafte Fotografen verpflichtet, die absolut authentisch alle Villen, Town-Houses und Gebäude-Ensemble ins Bild gesetzt haben, damit der Leser die gesamte Großartigkeit verinnerlichen kann, um sich daran zu erfreuen. Bis ins Detail wird gezeigt, wie aufwendig und künstlerisch solche Bauvorhaben entwickelt werden müssen, damit schließlich ein Gesamt-Kunstwerk entsteht. All dieses zeigt das Buch "Exceptional Homes" in vielen Facetten und der begleitende Text klärt dazu sehr informativ auf. 

Um nur einen ersten Eindruck zu vermitteln, hier nun erste Überschriften zu vielen einzelnen Details:

1. Features. Ausführliche Fotoreportagen über außergewöhnliche Projekte
2. Collagen: Luxuriöse Baudetails und typische Designelemente
3. Reports: Hintergrundinformationen, Interviews und Analysen
4. Spezial: Infografik zu einem städtebaulichen Meisterwerk

Alle Rubriken werden von einer Vielzahl von Einzelbeiträgen getragen, sodass schließlich ein bildliches und textliches Gesamt-Kunstbuch zustande kommt, das jeden Liebhaber schöner Baukunst elektrisiert. Und da teNeues auch jedem internationalen Anspruch gerecht wird, sind die Textpassagen nicht nur in deutscher sondern auch in englischer Sprache verfasst worden. 

Kurzum: "Exceptional Homes" eignet sich vorzüglich, Architektur einmal von seiner großartigsten Seite kennenzulernen. 

Maximal empfehlenswert. 

Peter J. König

Überall im Fachhandel erhältlich.

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Rezension: Gefährlich schön- Lucinda Hawksley- Gefährlich schön- Giftige Tapeten im 19. Jahrhundert- Gerstenberg

Lucinda Hawksley befasst sich in diesem reich bebilderten Buch mit der Geschichte des Arsens als Mordinstrument, Haushaltsgift sowie als Heilmittel und Leuchtkraftverstärker von Farben. Darüber hinaus werden 275 lebhaft gemusterte Originaltapeten vorgestellt, die im 19. Jahrhundert produziert und vor kurzem in Laboratorien positiv auf Arsen getestet wurden. 

Schon Nero soll 55 n.C. seinen Stiefbruder mit Arsen ermordet haben und auch den Borgias in der Renaissance sagt man das Giftmischen mit Arsen nach. Erwähnt wird  u.a. auch die Italienerin Teofania di Adamo, die im 17. Jahrhundert, ein Schönheitswässerchen vertrieb,  das sie mit Arsen versetzt hatte und über 600 Menschen auf diese Weise tötete. Auch Napoléon Bonaparte soll ein Arsen-Opfer  gewesen sein. Offenbar enthielt die Tapete seines Schlafzimmers, in dem er die letzten Monate seines Lebens ruhte, Arsenpigmente. 

Mit dem Aufkommen der Lebensversicherungen in den 1830er und 1840er Jahren stieg die Zahl der Giftmorde stark an. Jetzt erschienen in der Sensationspresse immer häufiger Nachrichten von Prozessen gegen Frauen, die ihre Männer mit Arsen vergiftet hatten. Nicht immer war klar, ob die Arsenvergiftung vorsätzlich oder versehentlich vorgenommen worden war, da viele Lebensmittel Arsen enthalten können, wenn sie in der Nähe von Erzminen angebaut werden. 

In den 1870er Jahren kam die Hälfte des weltweit gewonnen Arsens aus einem einzigen Bergwerk. Die damals üblichen Gesichtsmasken und Overalls sollen die Arbeiter nur unzulänglich vor dem Gift geschützt und zu schweren Verletzungen geführt haben. Dennoch wurde immer häufiger Arsen für die Inneneinrichtung verwendet, weil der deutsch-schwedische Chemiker Carl Scheele 1775 eine Palette an Grüntönen mit der Entdeckung eines intensiven grünen aus Kupferarsenit hergestellten Pigments erweitert hatte. 

Arsen wurde, wie eingangs schon erwähnt, auch als Haushalts- und als Arzneiprodukt verwendet und sollte angeblich ein Wundermittel gegen allerlei Beschwerden sein.  Männer  nutzten es im 19. Jahrhundert sogar als Aphrodisiakum. 

Lange bevor giftige Tapeten zum öffentlichen Skandal wurden, wetterte die britische Presse gegen die uneingeschränkte Verfügbarkeit von Arsen. 

Man erfährt in der Folge Wissenswertes über die Tapetenproduktion im 19. Jahrhundert und hat immer wieder Gelegenheit, sich in vormaliges Tapetendesgin zu vertiefen. Dabei wurden die ersten Berichte über Tapetenvergiftungen bereits Ende der 1850er Jahre in medizinischen Fachzeitschriften veröffentlicht. Die Gefahr wurde in der Öffentlichkeit allerdings noch lange ignoriert und speziell englische Kurgäste machten noch nach wie vor Arsenkuren, so etwa im Aostatal. 

Doch irgendwann siegte die Vernunft. In Zürich verbot man  schließlich den Verkauf aller mit Arsen und anderen giftigen Stoffen gefärbten Waren aus dem Ausland und Ende des 19. Jahrhunderts endlich boten Produzenten und Fachgeschäfte arsenfreie  Tapeten an. Tödliche Geheimnisse in den Wänden gehörten nun dem Gestern an. 

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Helga König

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